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Pollenallergie

Während noch vor 30 Jahren Allergien eher etwas Seltenes waren, sind sie heute allgegenwärtig. Im engsten Bekanntenkreis kennt jeder einen Leidenden, wenn man nicht sogar selbst betroffen ist.

Am zahlreichsten sind sicher die  Allergien vom Soforttyp – also der Heuschnupfen sowie Tierhaar- und Milbenallergien, wie auch Nahrungsmittelallergien.

Pollenallergie

Während noch vor 30 Jahren Allergien eher etwas Seltenes waren, sind sie heute allgegenwärtig. Im engsten Bekanntenkreis kennt jeder einen Leidenden, wenn man nicht sogar selbst betroffen ist.

Am zahlreichsten sind sicher die  Allergien vom Soforttyp – also der Heuschnupfen sowie Tierhaar- und Milbenallergien, wie auch Nahrungsmittelallergien.

15-20% der Bevölkerung leiden unter Heuschnupfen. Bei uns in Deutschland sind die häufigsten Auslöserallergene die frühblühenden Bäume Birke, Erle und Hasel, sowie die im Sommer fliegenden Gräser- und Roggenpollen.

Im Spätsommer ist häufig der Beifuß oder der Schimmelpilz Alternaria alternata Verursacher oft dramatischer Beschwerden.
Durch Klimaveränderungen kommt es zu einer verlängerten Pollenflugzeit, durch Umweltverschmutzung zu „aggressiveren“ Pollen. Desweiteren breiten sich Pflanzen aus, die bisher bei uns noch nicht heimisch waren (Neophyten) und bereiten zum Teil schwer beherrschbare Probleme.
Hier ist vor allem der hochallergene Ragweed (Ambrosia artemiisifolia) ein typischer Vertreter, der letztlich aus USA nach Europa kam und sich nun von Südeuropa her kontinuierlich ausbreitet. Dessen Samen sind oft im Vogelfutter zu finden. Letztlich sind die Ursachen für diese Zunahme der Allergien nicht allumfassend zur ergründen, drum sind Mutmaßungen und angeblich sichere Erkenntnisse schnell zu Hilfe genommen, die dann allerdings der genauerer Untersuchung nicht stand halten.

Weitere Symtome

Leider bleibt es oft nicht bei einem leichten Schnupfen (Rhinitis) sondern es treten weitere Symptome hinzu.
Eine ausgeprägte Entzündung der Augenschleimhäute (Konjunktivitis) und der oberen Atemwege (Bronchitis) bis hin zum Asthma sind inzwischen fast immer die Regel. Zusätzlich wird das Allgemeinbefinden erheblich gestört, es kommt zu grippalen Symptomen bis hin zu Fieberattacken, eben dem Heufieber.



Im akuten Geschehen kann mit Antiallergiemedikamenten (Antiallergica) und bei Bedarf auch mit Cortison in Form von Tropfen, Sprays und Tabletten den Betroffenen sehr gut geholfen werden. Diese symptomatische Therapie sollte allerdings zeitnah verlassen werden. Um eine Ausbreitung auf die tieferen Atemwege („Etagenwechsel“) zu verhindern, empfiehlt sich eine Hyposensibilisierungsbehandlung.


Zum Isolieren der spezifischen Allergene, muss vorher getestet werden, was genau die Symptome auslöst. Die Diagnostik erfolgt mit Prick-, Intracutan-, Provokationstestung und der RAST-Diagnostik.

 

Stand: April 2012